Nucleinsaeuren und ihre Bausteine
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Nucleotide und Phosphodiesterbindungen
Was sind Nucleotide?
Nucleotide sind die molekularen Bausteine der Nukleinsäuren, also der DNA und RNA. Jedes Nucleotid besteht aus drei Komponenten:
- Stickstoffhaltige Base: In der DNA kommen die Basen Adenin (A), Guanin (G), Cytosin (C) und Thymin (T) vor; in der RNA wird Thymin durch Uracil (U) ersetzt.
- Zucker: Desoxyribose in der DNA und Ribose in der RNA.
- Phosphatgruppe: Diese ist an den Zucker anhängend und spielt eine entscheidende Rolle bei der Bildung von Phosphodiesterbindungen.
Die Phosphodiesterbindung erklärt
Die Phosphodiesterbindung ist die chemische Verbindung, die den Zucker eines Nucleotids mit der Phosphatgruppe eines benachbarten Nucleotids verbindet. Dies geschieht zwischen der 3’-OH-Gruppe des Zuckers eines Nucleotids und der 5’-Phosphatgruppe des folgenden Nucleotids. Die Struktur sieht vereinfacht so aus:
Es ist essentiell, die 3’-5’ Verknüpfung in der Phosphodiesterbindung zu verstehen, da sie das Rückgrat der DNA- und RNA-Struktur bildet.
Wichtigkeit der Basenpaarung
Innerhalb der DNA-Doppelhelix paaren sich spezifische Basen miteinander, was als komplementäre Basenpaarung bekannt ist:
- Adenin (A) bildet immer ein Paar mit Thymin (T) in der DNA bzw. mit Uracil (U) in der RNA.
- Cytosin (C) paart sich immer mit Guanin (G).
Diese Paarungen erfolgen durch Wasserstoffbrückenbindungen und sind entscheidend für die Stabilität der DNA-Struktur sowie für Vorgänge wie die DNA-Replikation und die Proteinbiosynthese.
Folgen von Mutationen in den Nucleotidsequenzen
Mutationen im Aufbau und in der Sequenz der Nucleotide können zu gravierenden Veränderungen in der Proteinbiosynthese führen. Mutationen können unter anderem durch Fehler bei der Replikation oder durch externe Einflüsse wie UV-Licht entstehen.
Die Auswirkungen solcher Mutationen können genetische Krankheiten nach sich ziehen, wenn kritische Gene betroffen sind. Zum Beispiel führt eine Punktmutation, bei der ein einziges Basenpaar ersetzt wird, zu einer Missense-Mutation, die die Aminosäuresequenz eines Proteins verändern und dessen Funktion beeinträchtigen kann.
Das IMPP fragt besonders gerne nach den Auswirkungen von Mutationen auf die Proteinbiosynthese und die resultierenden Krankheitsbilder. Es ist wichtig, Beispiele für solche Mutationen zu kennen.
Beiträge zur biomedizinischen Forschung
Ein profundes Verständnis von Nucleotiden und Phosphodiesterbindungen hat bereits zu zahlreichen Durchbrüchen in der biomedizinischen Forschung geführt. Beispielsweise hat die Entwicklung der PCR-Technik, die auf der Replikation der DNA basiert, die Möglichkeiten der genetischen Diagnostik erweitert.
Zusammenfassung
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Footnotes
Credits Überblick über Nukleoside und Nukleotide. Grafik: Dathomp1, Nucleotide nucleoside general-de, CC BY-SA 3.0↩︎