Messmethodik und instrumentelle Anordnung

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Grundlagen und Messmethodik der UV/VIS-Spektroskopie

Messmethodik und Aufbau eines UV/VIS-Spektrometers.1

Auswahl des Küvettenmaterials

Die Wahl des Küvettenmaterials ist essentiell, um präzise Messungen durchzuführen. Quarzglasküvetten sind für Messungen im gesamten UV- und sichtbaren Lichtbereich geeignet, da sie eine breite Bandbreite an Wellenlängen ohne signifikante Absorption übertragen. Für spezifische Anwendungen im sichtbaren Bereich können kostengünstigere Kunststoffküvetten verwendet werden, wobei der Einfluss des Materials auf das Messergebnis immer zu berücksichtigen ist.

Auswahl des Lösungsmittels

Lösungsmittelauswahl und UV-Cut-off

Das Lösungsmittel übt erheblichen Einfluss auf die Spektren aus und muss sorgfältig gewählt werden.

Ein ideal gewähltes Lösungsmittel sollte transparent im Bereich der Messwellenlänge sein, keine Interaktion mit der zu analysierenden Substanz aufweisen und einen passenden UV-Cut-off besitzen. Fehler bei der Lösungsmittelauswahl können die Messungen verfälschen.

Lambert-Beer’sches Gesetz

Das Lambert-Beer’sche Gesetz ist ein Grundpfeiler der UV/Vis-Spektroskopie. Es beschreibt die Beziehung zwischen der Absorption von Licht durch eine Substanz und ihrer Konzentration sowie der Schichtdicke der Lösung. Eine präzise Messung dieser Parameter ist entscheidend, um aus den Absorptionsdaten sinnvolle Schlüsse zu ziehen.

Interpretation von Transmissionsdiagrammen

Die Fähigkeit, Transmissionsdiagramme zu lesen und zu interpretieren, ist unerlässlich. Diese Diagramme zeigen die Transmission (Durchlässigkeit) eines Materials bei verschiedenen Wellenlängen. Bereiche mit 0% Transmission signalisieren eine vollständige Absorption - das Material ist für diese Wellenlänge undurchsichtig.

Grenzen und Einflussfaktoren der UV/Vis-Spektroskopie

Die UV/Vis-Spektroskopie ist nicht frei von Begrenzungen und Einflussfaktoren. So spielen zum Beispiel die Intensität des eingestrahlten Lichts, die Selektion der Wellenlänge und die Präsenz von Streulicht eine Rolle. Auch der spektrale Bereich, in dem das Küvettenmaterial und das Lösungsmittel transparent sein müssen, begrenzt die Anwendbarkeit der Methode.

Streulicht und Wellenlängenskala

Das Verständnis und die Minimierung von Streulicht sowie die korrekte Kalibrierung der Wellenlängenskala sind entscheidend für die Genauigkeit der Spektroskopie.

Praktische Beispiele und häufige Fragen

Praktische Beispiele und Lösungen zu häufig gestellten Prüfungsfragen vertiefen das Verständnis für die Methode:

  • Warum ist die Auswahl des Küvettenmaterials wichtig?
    • Die Transmissionseigenschaften des Materials beeinflussen direkt die Messung. Quarzglas eignet sich für UV- und VIS-Spektren, während Kunststoff nur für den sichtbaren Bereich passend ist.
  • Warum muss das Lösungsmittel transparent für die Messwellenlänge sein?
    • Ein Lösungsmittel, das im relevanten Spektralbereich absorbieren würde, würde die Messung der Probe selbst beeinflussen und somit zu einem falschen Ergebnis führen.
  • Wie beeinflusst die Schichtdicke die Absorption gemäß dem Lambert-Beer’schen Gesetz?
    • Je größer die Schichtdicke, desto mehr Licht wird absorbiert, vorausgesetzt, die Konzentration der gelösten Substanz bleibt gleich. Daraus folgt eine exponentielle Beziehung zwischen Absorption und Schichtdicke, was das Gesetz quantitativ beschreibt.

Zusammenfassung

  • Quarzglasküvetten werden in der Spektrophotometrie verwendet, um die Absorption im UV und sichtbaren Lichtbereich zu messen, da Quarzglas einen breiten Spektralbereich abdeckt.
  • Lösungsmittelauswahl in der UV-Spektroskopie ist entscheidend: Das Lösungsmittel darf keine Reaktion mit der Probe eingehen, keine Eigenabsorption im relevanten Bereich zeigen und muss einen passenden UV-cut-off haben.
  • Das Lambert-Beer’sche Gesetz beschreibt den linearen Zusammenhang zwischen der Absorption und der Konzentration der absorbierenden Substanz, wobei die Schichtdicke der Küvette eine Rolle spielt.
  • In der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) werden Szintillatoren verwendet, um die Anregung von Molekülen und die resultierende Lichtemission zu detektieren.
  • Transmissionspektren zeigen den Durchlässigkeitsgrad von Materialien bei verschiedenen Wellenlängen und ermöglichen die Unterscheidung von Materialien basierend auf ihrer Lichtdurchlässigkeit.
  • Die Quantifizierung mittels Spektralphotometrie beruht auf der Messung der Lichtmenge, die durch eine Probe gelangt, wobei der Lichtweg (Küvettendicke) entscheidend für das Messergebnis ist.
  • Spektrometrische Einflussfaktoren umfassen Küvettenmaterial, Lösungsmittelauswahl, Schichtdicke, Intensität des eingestrahlten Lichts und den korrekten Aufbau des Messgeräts.

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Footnotes

  1. Credits Messmethodik und Aufbau eines UV/VIS-Spektrometers. Grafik: OrgChemist, Funktionsprinzip eines Diodenarray-Spektrometers, CC BY-SA 4.0↩︎